„Kulachel“, ein tsunamigeschädigtes Dorf in Tamil Nadu
Kulachel, ein vom Tsunami besonders stark geschädigter Ort, liegt rund 40 km von Bethsaida entfernt im Nachbarstaat Tamil Nadu. Frederick Thomas besucht das Dorf zwei Mal im Monat. An dem langen, flachen Strand lebten hunderte Fischerfamilien. Die Tsunamiwellen haben ihnen Tod und Zerstörung gebracht. Viele Menschen,
die vorerst vor den Wellen ins Inland flüchten konnten, ertranken in einem etwa 500 Meter parallel zum Strand verlaufenden Kanal.
Als Folge der Katastrophe hat die Regierung – wie auch auf Sri Lanka – Bauten in Strandnähe verboten.
Gleichwohl hat dieselbe Regierung auf dem Grund der zerstörten Fischerhäuser in Strandnähe Wellblechhütten
als Notunterkünfte errichtet. Es kann Jahre dauern, bis die geplante neue Siedlung bezugsbereit sein wird: 150 Familien sollen dereinst umgesiedelt werden. Jetzt wohnen sie in den Wellblechhütten. Bis dahin leben ganze Familien – oft mehr als fünf Personen – in einem Raum von 12 Quadratmetern bei 30 bis 35 Grad Celsius. Wenigstens brauchen sie nicht zu hungern: Die Versorgung teilen sich Frederick, die Kommune Kulachel, der
Staat Tamil Nadu und wohltätige Organisationen.
|